Zebrafrau

Bonn

Street Art in Bonn-vom Alle mal malen Mann bis zu Bunte Steine

Ich bin Bonnerin. Da liegt es nahe „Street Art Made in Bonn“ zu zeigen. Die Klassiker sind meist in der Bonner Altstadt zu finden. Da ist ein Stencil mit dem „Alle mal malen Mann“, das an Jan Loh erinnert, der kürzlich verstarb. Auch der Caféroller, der nicht nur am Frankenbad stets für leckeren Café sorgt, der Sesselpupser und das Mädchen mit der Bombe treiben sich in der Altstadt rum. Manche der Stencils sind schon seit vielen Jahren beständig und unverändert und bei manchen blättert mittlerweile der Putz ab.

An der Dorotheenstraße/Ecke Ellerstraße gab es einen Kiosk. Glücklicherweise konnte ich dort kurz vor dem Abriss noch ein paar Fotos machen.

Urban Hacking

Das gibt es auch in Bonn.

1zwo3

In der Bonner Street Art Szene gibt es ein paar Leute, deren Pieces einfach dazu gehören. 1zwo3 hängt seine Paste-ups nicht nur in die Altstadt.

Chrono

Chrono bezieht sich häufig auf lokalpolitische und gesellschaftliche Ereignisse. Der Dank an Mr. Music, kurz bevor er seinen Laden schloss und glücklicherweise an anderer Stelle wieder eröffnete, war wirklich eine nette Geste.

Dropix

Dropix mag nicht nur Schneewittchen, die Schlümpfe und andere Comicfiguren. Er bezieht sich mit seinen Paste-ups häufig auch auf aktuelle Themen, die uns Bonner_innen und die Welt bewegen. Seine Arbeiten sind u.a. als Bilder oder auf T-Shirts gedruckt, in Bonner Local-Läden zu erstehen. Shit is deep, meint er.

Graffiti

Unter den hiesigen Graffiti-Leuten seien 110, OH, Trixer, INF mit ihren Crews erwähnt.

Eine kurze Zeit lang tauchten Landschafts Paste-ups in der Altstadt auf.

Nicht nur in der Altsstadt, sondern auch andernorts finden sich nette kleine Pieces.

Frauen

Bunte, starke, neugierige, freche – einfach gesagt, ganz normale Frauen gibt es auch in Bonn. Astrid Lindgren als Pippi Langstrumpf ist meine Favoritin!

So allerlei

Richtung Endenich findet sich sogar noch eine Friedenstaube, die an den 10. Oktober 1983 erinnert. In diesem Monat fand die große Friedensdemonstration auf der Bonner Hofgartenwiese statt. Ich war damals dabei. Verdamp lang her…

Ausstellungen

Bundeskunsthall of fame

Im November und Dezember 2015 gab es in der Bonner Kunsthalle etwas besonderes. Die Ausstellungshalle wurde zur Hall of fame, zur Bundeskunsthall of fame. Das war großartig, weil jede_r tagelang den Künstler_innen bei der Arbeit zuschauen konnte. Viele Stunden verbrachte ich bei Tika. Aber auch Hyuro, die letztes Jahr in Köln ein tolles Mural gemalt hat, war dabei, undFelipe Pantone, Erosie, Lucy Mclauchlan und Aris. Den Beitrag von Moses&Taps in der Ausstellung fand ich auch sehr spannend.

Bonner Schule

Die Bonner Schule war eine Künstlerinitiative, die in der Friedrichstr. 10, im Oktober 2013 eine Gemeinschaftsausstellung hatte. In dem Abrisshaus konnte ich ein paar Aufnahmen von Bildern von 1zwo3 und Dropix machen. Mittlerweile ist das Haus mit der wunderschönen alten Fassade abgerissen und ein Neubau steht an seiner Stelle.

Kult 41/ Fabrik 45

Im Hochstadenring in Bonn ist immer was los. Das Kult 41 ist ein Kulturzentrum und wenige Meter weiter, in der Fabrik 45 finden u.a. immer wieder Ausstellungen statt. So war es im Juni 2013, als ich dort eine 1zwo3 Ausstellung besuchte. Der Viktoriabrückenkopf war mit unzähligen Graffiti besprüht (Foto vom April 2011). Wir werden sehen, wie es nach dem Neu-bzw. Umbau der Viktoriabrücke aussieht und ob sich dort wieder etwas entwickelt.

Sylantenheim

Das S.Y.L.A.NTHENHEIM in der Maxstraße 55 versteht sich als Kunstversorgungsquartier. Dort habe ich 2014 einige Fotos bei einer Ausstellung von Paste-ups von 1zwo3 gemacht.

Bunte Steine

An einigen Stellen in der Stadt tauchen in unregelmäßigen Abständen bunte Steine auf. Auf Facebook gibt es die Seite buntesteine #2j. Bereits 2014 fragte der Bonner General-Anzeiger, ob es sich bei dem Stein, der vor der Bonner Oper gefunden wurde und mit rot/weißem Absperrband umklebt war, um den Stein des Anstoßes oder gar den Stein der Weisen handele. Seit dem gab es diverse Artikel im GA und auch die Lokalzeit vom WDR hat darüber berichtet. Vor dem Frankenbad lag einer, auf dem Marktplatz unter dem Weihnachtsbaum fast ein ganzer Adventskalender, am Stadthaus an der U-Bahn-Haltestelle, in der Breitestraße, in der Heerstraße lagen kürzlich sogar drei bunte Steine, vor dem Beethoven auf dem Münsterplatz eine ganze Reihe, auf dem Friedensplatz und vor dem Poppelsdorfer Schloss, überall gab es Findlinge, und das sind nur einige Locations. Leider konnte ich nicht alle Steine photographieren und leider sind die bunten Steine meist schon nach wenigen Tagen verschwunden. Es bleibt weiter rätselhaft, weil nicht bekannt ist, wer sich hinter den bunten Steinen verbirgt.

Eine weitere gute Adresse, um sich über das Vergangene und Aktuelle in der Bonner Street-Art-Szene  zu informieren, ist über Facebook bei Streetart Bonn, was ich hiermit empfehlen möchte.

2 Gedanken zu “Bonn

  1. Ich finde die bunten Steine, sehr schoen, die Leute, die auf diese Idee kamen, finde ich toll.
    Gottseidank gibt es noch Menschen die Phantasie haben.
    Die Miesepeter, ob bei der Stadtverwaltung er sonstwo, die sich daran stoeren wird es immer geben.
    Ich hoffe, Euch geht nicht die Farbe aus, macht weiter, ich freue mich schon auf den naechsten Stein

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