Aschaffenburg 2026

Auf dem Weg nach Süden war das erste Ziel Aschaffenburg. Da gibt es einige Murals, die ich gerne meiner Foto-Sammlung hinzufügen wollte.

Aschaffenburger Kulturtage

Seit 2020 gibt es dieses kulturelle Highlight in der unterfränkische Stadt. 2024 war Hera von Herakut zu Gast.

Hera of Herakut

„It All Started With Me Regaining Control Over The Darkest Corners Of My Own Thoughts. I Re-Painted Those Walls Inside My Mind. Then It Spilled Out Into The Streets. … And The Walls Came To Life.“ – „Alles begann damit der eigenen inneren Dunkelheit Farbe entgegen zu setzen. Diese schwappte auf die Straße und die Wände wurden lebendig.“

Hendrik Beikirch

„Regenmantel-Mann“, 2025

Im folgenden Jahr entstand eines der spannenden monochromen Murals von Beikirch in der Würzburger Straße.

2026 waren es gleich fünf Murals von bekannten Artists

Mr. Woodland

Daniel Westermeier, aka Mr. Woodland, setzte in seinem Mural das Motto der Kulturtage „Schere.Stein.Papier“ um. Alle eingeladenen Artists waren übrigens in ihrer Motivwahl frei.

Mr. Woodland sagt auf Instagram selbst über sein Bild: „Die Idee des Bildes ist übrigens „Schere, Stein, Papier“ – allerdings so interpretiert, dass die Schuhe Probleme und Sorgen – oft schwer wie Steine – darstellen, die einen jeden von uns belasten. Oft versucht man ja dieses Kudlmudl zu entwirren, aber machts dadurch in keinster Weise besser – im Gegenteil! Oft werden die Probleme dadurch nur noch belastender und verworrener…
Deshalb die Schere! Manchmal muss man Dinge einfach akzeptieren wie sie sind und sich einfach davon lösen! Auch, wenn das vielleicht bedeutet, den Kontakt zu jemandem abzubrechen! Es geht darum, loszulassen, wo ein festhalten nicht mehr lohnt!
Und das Papier? Das Papier sind wir selbst – auf dem wir entscheiden, wie es beschrieben wird…“

Jeroo

Der aus Stuttgart stammende Künstler Christoph Jeroo Ganter wählte den Pfau als Motiv. Bei großer Hitze und in verkürzter Zeit gelang es ihm zwei prachtvolle Vögel auf die Hauswand in der Schillerstraße zu zaubern. Angeblich sollen im Schöntalpark tatsächlich Pfaue zu sehen sein. Ich würde sagen, das passt doch gut.

Akut of Herakut

Falk Lehmann, aka Akut, hat im Sommer dieses phantastische Mural mit dem Titel „What if no one had to hide who they are?“ gemalt. Auf Instagram schreibt Akut: „This mural in Aschaffenburg started with a simple question. A question that isn’t meant to provide answers, but to invite reflection. The rainbow tears are not only about the LGBTQIA+ community. They stand for every person who has ever felt the need to hide a part of themselves in order to be accepted. I believe our society becomes stronger when people don’t have to pretend. When diversity is not merely tolerated, but embraced.“ Zur Erschaffung des Murals haben die #kuttercrew und auch stadtbau_aschaffenburg des Kulturamtes beigetragen.

Alleine dieses Bild ist schon eine Reise nach Aschaffenburg wert!

HORST

HORST ist ein klassischer Graffiti-Writer, der durch seine klare Formensprache ein abstraktes Mural in der Paulusstraße geschaffen hat. Er lebt in Stuttgart und ist dort am pfffestival beteiligt.

Marc Robitzky

Marc Robitzky, aka SPEEDY, ist ein lokaler Artist. Hier, in diesem Mural, ist viel Bewegung zu sehen. Das passt gut zu dem Hip-Hopper und Breakdancer SPEEDY. Ein Mädchen lernt Fahrradfahren und ist mit viel Geschwindigkeit und Geschick unterwegs. Der Vater muss einerseits loslassen, und andererseits auch seine Tochter beschützen. Ich kann mir vorstellen, dass die Nachbarschaft viel Spaß mit diesem Mural hat.

Case Maclaim

Das Mural „Das Nadelöhr“ befindet sich auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik. Case sagt über dieses Bild, das er den stillen Moment der Geduld und Präzision mag und dass Beharrlichkeit und Frustration ebenso dazu gehören. Er habe ein ähnliches Mural bereits 2015 in New York gemalt.

Dieses hier, ist mit Unterstützung des Lions Club Aschaffenburg entstanden.

Ledania & Sakoasko

Die kolumbanischen Artists Lediana und Sakoasko haben eine Garagenwand gestaltet. Wir haben das Mural durch Zufall entdeckt und konnten beobachten, wie ein Kind aus der Nachbarschaft sehr interesiert geschaut hat.

Die Vision

2022 wurde die Aschaffenburger Freiluftgalerie ins Leben gerufen. Das Ziel war die Street Art im Ort zu etablieren, das Stadtbild aufzuwerten und den urbanen Raum in ein lebendiges und kulturell geprägtes Umfeld zu verwandeln (Zitat Engin Dogan). Hierzu wurden sechs international agierende Artists eingeladen, die innerhalb von zweieinhalb Jahren an diesem Ort ihre Kunst an die Wände brachten. Kuratiert hat das Ganze der Künstler Engin Dogan. Der Künstler*innentreff Cafe Krem ist dienstags bis samstags von 10 bis 22h geöffnet.

MOTS-Kollektiv, Mina Mania, Ola Kalnins, Bet One und Engin Dogan

Engin Dogan

Der Aschaffenburger Graffiti Writer befasst sich mit Farbe und Linie, nicht als darstellende Elemente – sondern als reine Essenz des Bildes. „Meine Arbeit konzentriert sich auf das Innenleben der Linie. Es geht um Druck, Gleichgewicht, Geschwindigkeit und Viskosität der Farbe. Das Ziel ist es den Zufall zu verstehen und anschließend bewusst zu kontrollieren.“ (Engin Dogan, Zitat Wittenberge.de)

MOTS-Kollektiv

Diogo Ruas aus Porto und Jagoda Cierniak aus Opole sind das portugisische Duo, dass seit 2017 gemeinsam v.a. für seine abstrakten Murals bekannt geworden ist. Ihre Werke sind nicht nur in Europa, sondern auch in Ostasien zu bewundern. Sie arbeiten u.a. auch mit URBAN NATION in Berlin und mit dem STRAAT Museum in Amsterdam zusammen.

Mina Mania

Mina nennt sich „Mom of the Nanas“. Sie schafft mit ihrer ikonischen Frauenfigur „Nana“ eine Ode an die Weiblichkeit. Ihre Figuren strahlen Stärke, Viatalität, Selbstvertrauen, Mut, Freiheit und Lebensfreude aus.

Ola Kalnins

Der aus Malmö stammende Artist ist seit 1995 aktiv und agiert weltweit. 2022 war er in Aschaffenburg zu Gast.

Ola Kalnins

Bet One

Zwei ganz typische Vögel von Bet One.

bet.one

Hera of Herakut

Zu Beginn Hera und zum Ende Hera! Dieses Mural stammt, wie das zuerst gezeigte, aus dem Jahr 2024. Dieses wurde von Stadtbau_Aschaffenburg ermöglicht.

„Underneath it all we´re just brothers and sisters.“ „Im Kern sind wir doch alle Brüder und Schwestern.“

Titel: Hera of Herakut 49°58’54.786″ N 9°8’59.778″ E

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