Chur 2026

Dank Max – ein „Hoch“ auf dich – erkundeten wir an einem wirklich sehr heißen Sommertag die wunderbare Stadt Chur in der Schweiz. Chur liegt in Mitten hoher Berge im Tal des Alpenrheins in Graubünden. Meine Faszination für hohe Berge führte dazu, dass ich die Fotos teilweise absichtlich in ihren geographischen Kontext gestellt habe.

Wand-Festival

Das „Wand- Festival“ findet alle zwei Jahre statt, und löst damit das frühere „Street Art Festival Chur“ ab, das von 2018 bis 2024 stattfand. Aus diesem Jahr, 2026, stammen folgende Murals. Angeblich sind es 11 Murals, die dieses Jahr entstanden sind – ich konnte nicht alle finden. Vermutlich liegt das auch daran, das spezielle Wände in der Stadt aufgestellt worden waren, die vielleicht Ende Juli 2026 nicht mehr standen.

Max, ich habe gesehen, es gibt sogar ein Stickeralbum vom Wand Festival. Das hast du doch bestimmt, oder?

Iota

Die von mir sehr geschätzte belgische Künstlerin Iota betitelt ihr Mural „Daruma“. Wenn ich nicht irre, bezieht sich der Titel auf die japanische „Daruma-Puppe“ die als Glücksbringer auch für Ausdauer, Resilienz und das Erreichen von Zielen steht. Leider war das Gebüsch zu dicht, um näher an die Wand heranzukommen. Eine Drohne wäre super gewesen.

Sainer & Zoer

Das Duo Sainer, aka Przemysław Blejzyk, links, und Zoer, aka Fred Battle rechts, hat in diesem Jahr erneut zusammengearbeitet. Zwei Wände, direkt nebeneinander – an einem Haus.

Elisa Capdevila

Was für eine Herausforderung in der Altstadt von Chur zu malen. Elisa Capdevila erzählt in einem Interview, dass es vermutliche ihre Farbpalette war, die ihr diese Chance ermöglichte. Sie hat sich angepasst, und da sie „pink“ liebe, war es genau richtig. Für die Wand wurde ihr extra ein Gerüst errichtet, von dem aus sie malen konnte.

Lonac

Auf Instagram ist folgendes zu lesen: „LONAC, Tomislav Lončarić, ist ein kroatischer Muralist und Visual Artist. Seine grossformatigen Arbeiten beschäftigen sich mit menschlichem Ausdruck, Erinnerung und Alltag. Er verbindet Realismus mit feiner Erzählung und fängt Momente ein, die kurz wirken, aber lange nachhallen. Seine Murals haben emotionale Tiefe, ohne laut zu sein. Beobachtung und Storytelling sind sein Fundament. So verwandelt er öffentlichen Raum in intime Bildsituationen, die zum Innehalten, Nachdenken und Verbinden einladen.“

Fintan Magee

Mal wieder ein Zitat von Instagram, das die Arbeit von Fintan Magee gut beschreibt, wie ich finde. „Fintan Magee ist ein in Sydney lebender Social Realist Painter und bekannt für grossformatige Murals. Früh geprägt durch Kunst im Elternhaus und politische Wandmalerei aus Nordirland, verbindet er in seinen Arbeiten dokumentarische Elemente mit öffentlichem Raum. Seine Murals erzählen von gesellschaftlichen Spannungen und davon, wie Bilder Gemeinschaften trennen oder verbinden können. Inhaltlich geht es um Vielfalt, Migration, Wandel, Konsum, Verlust und Umwelt. Magees Werke sind weltweit zu sehen und reagieren oft direkt auf den Ort. Er zählt heute zu den wichtigsten Public Artists Australiens.“ Der Titel dieses Gemäldes ist „The passengers“ – sehr spannend.

Lidia Cao

Der Titel dieses Murals ist ‚The calm of those who observe‘. Ihre Arbeit beschreibt die spanische Künstlerin Lidia Cao auf Instagram so (Übersetzung ins Deutsche): „Ich bin besonders stolz auf dieses Wandbild, wegen der Herausforderung, die es für mich persönlich darstellte. Normalerweise arbeite ich nicht mit Sprühfarbe, und es ist eine anspruchsvolle Technik, die man meistern muss, besonders wenn es um saubere, präzise Linien geht. Für dieses Werk entschied ich mich, ein Risiko einzugehen, indem ich die ursprüngliche Oberfläche der Wand innerhalb der Figuren sichtbar ließ, was bedeutete, dass es wenig Raum für Korrektur gab, wenn eine Linie falsch wurde, sowohl während der Skizzenphase als auch bei den letzten Verfeinerungen. Dieser Ansatz brachte mich dazu, effizienter zu arbeiten und mich voll und ganz bewusst zu bewegen mit jeder Linie, die ich machte.“

Stephan Hostettler

Stephan Hostettler stammt aus der Schweiz und studiert derzeit Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Ich entschuldige mich für die schlechte Qualität dieses Fotos. Aber wegen der Vollständigkeit……., ich möchte es nicht vorenthalten.

Cryptik

Cryptik hat seinen Arbeitsschwerpunkt in den USA, wenn ich richtig liege.

Dhal & c-line

Der aus Korea stammende Dhal ist ein klassischer Graffiti-Writer. Er hat seine Arbeiten erweitert und sein Fokus liegt mittlerweile auf 3-D Graffiti mit Rhythmus, Tiefe und visuelle Bewegung. Er ist Gründer der Crew BMBRS und Mitglied von Color Nomads.

Um die Ecke befinden sich zwei Wände, die c_line schon zwei Jahr zuvor gestaltet hat.

Street Art Festival Chur

2024 entstanden diese Murals. Vielleicht waren es auch noch ein paar mehr, das weiß ich nicht genau:

Telmo & Miel

Großes Pech! Aber die Gewissheit, das Haus wird renoviert und das Mural bleibt. Muss ich wohl wiederkommen, um es unverhüllt zu sehen.

Niniganni

Neben der Malerei scheint Niniganni der Tätowierkunst nachzugehen.

Kkade Schwarzmaler

Bei dem Text handelt es sich um eine Passage aus einem Lied der Band Breitbild. „Montalin“ ist ein Berg, der von der Churer Hip-Hop-Gruppe besungen wird. Der Song erschien im März 2016 und hat in Chur Kultstatus. „Khumm miar laufen zäme z Tal durch“. Das Mural von Onur (siehe unten) gehört dazu und kam 2026 dazu. Kkade ist übrigens Mitorganisator und Kurator der Festivals.

Onur

Onur lebt in Berlin. Seine Arbeiten faszinieren durch ihren Stil, finde ich.

Satr

Die in London lebende Künstlerin Satr hat ebenfalls 2024 ihre „Marke“ gesetzt. Auf Instagram dankt sie u.a. Bane für die Einladung zum Festival, der in diesem Jahr kuratiert hat.

Malik

Malik ist ein schweizer Künstler, dessen Wurzeln im Graffiti-Writing liegen. Das Mural titelt: „What A Crab“.

Alex Martinez

Graffiti, Kaligraphie, Character, Portraits, Alex Martinez beherrscht das alles in Perfektion. Der angeblich in Griechenland lebende Artist war 2024 in Chur am Start.

Cosimo

Cosimo CHEONE Caiffa, war auch da. Ich kannte bisher nur Arbeiten aus Boulogne-sur-mer von ihm.

Vesod

Über Vesod wurde gesagt, er habe fünf Eimer Farbe bestellt: Weiss, Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Und damit habe er die ganze Wand gemalt.

Rips1

Rips1, aka Linus von Moos, ist ein Schweizer Künstler. Wiedermal auf Instagram fand ich diese Aussage von ihm, die seine Arbeit beschreibt: „Manchmal braucht es einen Moment Pause, um die wahre Kraft der Träume zu erkennen. Dieses Wandgemälde symbolisiert genau diesen Moment für mich. Die Figur, die ein Kissen und eine Decke hält, symbolisiert den notwendigen Ruhe- und Rückzug in unserer inneren Welt. Hier, im Stillen, finden wir die Freiheit, Träume zu haben und neue Visionen zu entwickeln. Vor drei Jahren konnte ich aufgrund eines Unfalls nicht an der Straßenkunstfestival teilnehmen. Während meiner Zeit in der Rehabilitationsklinik, habe ich eine ähnliche Skizze erstellt und geträumt, wieder an der Wand zu sein und meine Kunst mit der Welt zu teilen. Träume sind nicht nur ein nächtliches Phänomen – sie halten uns am Leben, kreativ und jung im Herzen. Sie geben uns die Kraft, die Grenzen des Alltagslebens zu überspringen und das Unmögliche möglich zu machen. Diese Arbeit ist ein Werk der Liebe für mich. Es ist eine Hommage an meinen Freund Bane, dessen träumerischen Visionen mich inspiriert haben und mich an die Wichtigkeit der Förderung und Schutz unserer Träume erinnert haben. Lasst uns nie vergessen, zu träumen und ihnen den Raum zu geben, den sie verdienen.“

2018 bis 2024

Nevercrew

Im Ersten Jahr, 2018, war die Nevercrew zu Gast. Mit dem Mural „Heimatboden“ haben sie einen sehr guten Start hingelegt. „Dieses Werk ist inspiriert von der Struktur der Mauer, den lokalen Traditionen, den Ereignissen der vergangenen Jahre in der Region und den jüngsten territorialen Entwicklungen. Es geht daher um die gemeinsame Nutzung von natürlichen Ressourcen und Land durch Mensch und Natur, um das Gleichgewicht in diesem Zusammenleben und um die Bedeutung von Grenzen und Besitz aus einer natürlichen Perspektive und nicht nur aus menschlicher Sicht.“ (Zitat)

Queen Kong

Das Duo und Paar aus der Schweiz Wandbild schuf diese Mural 2021 mit dem Titel „Focus on the light“. Sie schreiben dazu: „Über das Wandbild: Wir hatten so viele Reaktionen und die Leute haben uns beim Malen Herzzeichen zugesendet. Danke dafür! Eine Person hat uns gefragt, warum wir ein Kind malen – 😉
Ihr dürft gerne selbst sehen, was ihr in diesem Wandbild seht – für uns bedeutet es viel Positives, das um die Ecke kommt 💗Sende uns ein 💗, wenn es Dir gefällt.“ (Zitat Instagram). Irgendwo habe ich gelesen, dass hier das Kind des Paares dargestellt ist, dass während des Lockdowns zu Hause spielt.

Patrick Nyfeler

Im selben Jahr wie Queen Kong hat Patrick Nyfeler im Einkaufszentrum „Steinbock“ eine Wand gestaltet. Ich schätze Mal, da war der Name Programm.

Naja, und jetzt muss noch was verrücktes erzählen. Ein Mural habe ich nicht gefunden. Es handelt sich um eine Arbeit von Alba De Zanet. Erst bei der Durchsicht meiner Fotos glaube ich es entdeckt zu haben. Offensichtlich ist es im Hintergrund dieses Fotos teilweise zu erkennen. Sorry Leute – Shit happens!

Bane

Fabian Bane Florin, aka Bana, soll dieses Mural kurz vor Festivalbeginn 2021 fertig gestellt haben. Es zeigt Fredy Dekumbis beim Fliegenfischen im Flüsschen „Plessur“.

Außerdem:

diese wunderbaren Sachen, die ich aber leider nicht zuordnen kann.

Titel: Bane Detail 46°50’54.036″ N 9°31’42.084″ E

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Mehr Informationen

Camping Tipp: Malix Stellplatz Brambrüesch hoch oben am Berg. Waschhaus vorhanden. Anmeldung und Bezahlung selbstständig per QR-Code vor Ort.

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