Im Frühjahr 2022 waren wir schon einmal in Boulogne-sur-Mer, und ich habe zu der Zeit schon darüber berichtet. Jetzt bin ich sehr froh, dass wir im Sommer 2025 noch einmal dort waren. Es ist eine Vielzahl an Murals hinzugekommen und wir hatten das große Glück einigen Artists beim Malen zusehen zu können.
Ich habe überlegt ob ich chronologisch vorgehen soll, habe mich dann aber für die Reihenfolge der Fotos entschieden, in der ich sie gemacht habe. Es war wieder sehr gut mit dem Rad unterwegs zu sein und etwas Zeit zu haben.
Unser Campingplatz lag im Südwesten der Stadt, in dem Ort Le Portel. Von dort ist es möglich schnell am Meer zu sein, und nach Boulogne gehts mit dem Fahrrad weitgehend bergab.
Zoer
Bezug nehmend, auf den größten Fischereihafen Frankreichs, entschied sich Fred Battle, aka Zoer, für ein maritimes Motiv, das er mit Acrylfarbe 2022 malte. Der Titel ist: “À l’étude”. Ich habe das Mural nur entdeckt, weil ich mich bei der Abfahrt einmal umgesehen habe. Den Blickwinkel wechseln…..immer eine gute Idee.

Mohamed L’Ghacham
Mohamed L’Ghacham malt v.a. Alltagsszenen. Hier hat er 2022 unter dem Titel „Scenes from Damrémont“ eine ganz Reihe von Bildern gemalt, die einmal drinnen, im Haus, und einmal draußen die Landschaft beleuchten. Ich habe mich aus einer ganzen Reihe an Bildern für dieses eine Foto entschieden.

Rouge Hartley und Bache
Auf derselben Straße, auf der linken Seite der Liane, nur ein Stück weiter, befinden sich seit 2024 zwei Murals direkt versetzt nebeneinander. Einmal Rouge Hartley, mit „Oh Sister Let’s Go Down“. Es geht um Eintauchen, Auflösen, Verschmelzen und erzählt einen Teil der Geschichte um Narziss, der sich in sein Spiegelbild im Wasser verliebt hatte, sich selbst heiratet, und der sich daraufhin verliert und dem Tod entgegen geht.

Um das Mural von Bache rankt sich eine nette Geschichte. Er war aus Mexiko gekommen um in der Rue Laennec ein Mural zu malen. (Foto kommt weiter unten). Während er malte, kam jeden Tag die 92 jährige Hausbesitzerin, brachte ihm Erfrischungen und beobachtete mit ihm gemeinsam, wie sein Werk an ihrem Haus entstand. Er war sehr von der großmütigen und fürsorglichen Dame angetan, mit der er sich nur „mit Händen und Füßen“ verständigen konnten, weil sie keine gemeinsame Sprache hatten. Er entschied sich, das Motiv des zweiten geplanten Murals zu verändern, und portraitierte sie, „Mauricette“, in ihrer Wohnungstür.

Case Maclaim, Millo und Alaniz
Sehr zentrumsnah haben sich Case Maclaim und Millo 2024 für eine gemeinsame Arbeit entschieden. Zwei Kinder lesen in einem Buch und folgen ihrer Phantasie. Das Besondere an diesem Mural ist aus meiner Sicht nicht nur die perfekte Verschmelzung zweier sehr unterschiedlicher Malstile, sondern auch der inklusive Gedanke. Das rechte Kind sitzt in einem Rollstuhl und die Artists wollen damit die Sichtbarkeit von Menschen mit Handycap, aber auch die Kommunikation z.B. zwischen Eltern und Kindern anregen. Das Mural liegt wenige Meter von einem großen Spielplatz entfernt.

Alaniz war 2025 nicht das erste Mal in Boulogne-sur-Mer. Dieses Mal hat er sich eines sehr menschlichen und auch politischen Themas angeommen. Ich habe folgendes Zitat gefunden: „Angesichts all der negativen Dinge, die in der Welt passieren, ist es leicht, die Stimmung zu verdunkeln. Nachrichten über Krieg und Zerstörung können uns die Hoffnung rauben und deprimieren. Das erlebe ich selbst immer wieder. Aber wie jene Kinder, die sich an kleinen Dingen erfreuen, müssen auch wir einen sicheren Ort finden und die Hoffnung bewahren, dass sich alles zum Guten wenden kann“, betont er überzeugt. „Wir müssen diese Kerze am Brennen halten, die uns an eine bessere Welt glauben lässt, lächeln und das Leben genießen. So klein wir uns auch fühlen mögen, wir können handeln und etwas bewirken. Doch um das zu erreichen, müssen wir an die Möglichkeit des Wandels glauben. Wir müssen selbst der Ausgangspunkt für die Transformation unserer Realität sein.“ Ein philosophisches Bekenntnis und eine universelle Botschaft: „Auf geht’s, lasst uns dieses Licht entzünden!“ (Quelle: Website von Boulogne-sur-Mer)
Mir persönlich gefällt sehr gut, wie er das Fenster in der Hauswand in sein Bild integriert.

Shozy
Danila Shmelev, aka Shozy, lebt in Moskau. Der Künstler hat sich mit seinen 3D-Ansichten einen Namen gemacht.

Streetart-Festival-2025
Zwischen dem 23. Juli und 31. August 2025 fand, vorwiegend im Bahnhofsviertel, das 10. Streetart Festival in Boulogne-sur-Mer statt, und wir sind durch Zufall mitten reingeplatz. Für mich wurde ein Traum Wirklichkeit, wollte ich doch unbedingt Fintan Magee einmal beim Malen zusehen, was mir im Vorjahr in Wuppertal nicht gelungen war. Und plötzlich traf ich ihn. Und nicht nur ihn, sondern auch einige andere. Ich berichte:
Fintan Magee & Abdul Abdullah


Helen Planquelle
Bei dem Mural der französischen Künstlerin Hélène Planquelle, geht es um die Tochter/Vater-Beziehung. Ich kannte diese Künstlerin bislang nicht, obwohl sie auch schon mehrere Murals in Paris gemalt hat.


Guido Palmadessa
Es war sehr nett Guido wieder zu treffen, den ich letztes Jahr in Wuppertal kennengelernt habe. Sein Mural, fast fertig, hat mich sehr fasziniert.


Alegria del Prado und Edoardo Ettorre
Das spanisch-mexikanische Künstlerduo Alegria Del Prado, setzt sich bei diesem Mural mit Biodiversität auseinander. Dargestellt ist ein Luchs, eine Wildkatze, die stark vom Aussterben bedroht ist.

Edoardo Ettorre hat mit seinem Mural „Orizzonti di cenmento“ gerade erste begonnen, als das Foto gemacht wurde. Er beschreibt das Thema, dass auf ein Foto zurückgehen soll, dass ein Freund von Edoardo in der ehemaligen französischen Kolonie Madagaskar gemacht haben soll, ungefähr wie folgt: „Das Glück liegt nicht immer in den Dingen die wir anhäufen, sondern in den einfachen Dingen, z.B. in dem Lächeln eines Kindes.“

Rustam Qbic
Dieses Mural „Memory“ entstand schon 2024 und war, soweit ich das weiß, das erste Mural in diesem Stadtviertel.

Liam Bononi, Rémi Tournier und Wedo Goás
Diese drei Murals wurden 2025 von männlichen Artists gemalt und waren schon fertig, als ich ins Viertel kam.
Liam Bononi bezieht sich auf ein Video und sagt dazu (Quelle Instagram): Das Vido spiegelt „die emotionale Belastung eines Neuanfangs fern der Heimat wider – in einer Kultur, in der man sich fremd fühlt, beim Erlernen einer fremden Sprache, getrennt von Familie und Freunden und gezwungen, sich auf unzählige Arten neu zu erfinden. Es kann sich einsam anfühlen, doch in dieser Stille entdecken wir oft ungeahnte Stärken. In der Stille lernen wir, mit uns selbst im Reinen zu sein und zu einem neuen Menschen zu werden.“

Wedo fragt: „How do you want to be seen?“

Bei Rémi Tournier geht es um die kleinen Dinge, die Dinge, die wir aufbewahren. Sie sind manchmal in Kisten im Keller vestaut. Sie geben uns die Sicherheit, die wir im Leben brauchen, und manchmal nicht im individuel gestaltbaren Wohnen finden können, wie z.B. in solchen „Wohnanlagen“. Der Titel des Murals lautet: „Nos Vies Dans Du Papier / Nos Vies Dans Du Ciment“.

Vier Murals, vier starke Frauen
Jasmin Crisp
Inspiriert von dem Song von Thom Yorke’s ‘Dawn Chorus’ fragt sich die Australieren in diesem Selbstportrait, was würde sie mitnehmen im Leben, wenn sie einen magischen Koffer hätte. Sie sagt auf Instagram: „Das… Kunstwerk ist eine Darstellung dessen, was ich mitnehmen würde, wie ich es transportieren würde und wo ich am liebsten ankommen oder besser gesagt, neu beginnen möchte.“ Auf dem handgeschriebenen Zettel steht (übersetzt) ins Französische: „Nicht jeder von uns fliegt ins Weltall, und das ist in Ordnung.“

Megan Oldhues
Die kanadische Künstlerin Megan Oldhues hat hier gerade ihr Mural beendet und fotografiert es nun mit Hilfe einer Drohne. Wir haben zwei kurze Sätze gewechselt. Sie schreibt auf Instagram dazu: „Stille Gesten prägen das Leben. Die Sorge um unser Zuhause und unsere Familie. Es gibt eine Schönheit in der Welt, die uns alle verbindet – Momente wie diese sind unausweichlich. Oft übersehen, aber unschätzbar wertvoll.“ Und gemalt hat sie mit einem Pinsel.

Mariana Duarte Santos
Sehr eigen und besonders kommt dieses monochrome Mural daher. Wie schon so manches Mal, hat Mariana hier eine Sequenz aus einem Film gewählt, und erzählt so eine ganz spannende Geschichte. Was passiert da gerade, was war vorher, was kommt nachher?

Daniela Guerreiro
Die ungwöhnliche portugisische Künstlerin beschreibt den Inhalt ihres Murals in Boulogne-sur-Mer wie folgt: „Angesichts des Unbekannten liegt stets eine gewisse Verletzlichkeit. Dieser intime Moment offenbart sich als Metapher für den Wandel: das Unbehagen, das Vertraute aufzugeben, die Angst, das Verborgene jenseits bekannter Grenzen zu erforschen, und vor allem die Angst, in unserem wahren Wesen gesehen zu werden. Im Schweigen unseres Innersten und unseres Konformismus keimt der Wille, über das hinauszugehen, was wir gelernt haben zu akzeptieren. Selbst wenn das Licht nur durch die Ritzen dringt, ist in uns die tiefe Sehnsucht, mehr zu sein und mehr zu wollen. Ein mutiger Impuls, der uns zur Entdeckung treibt, zum Beginn eines neuen Abenteuers, in dem wir uns mit jedem Schritt neu erfinden.“ (Instagram)

Unsere Route ging hinter dem Bahnhof weiter, und richtete sich dann wieder langsam Richtung Stadtzentrum.
Javier Barriga
2022 malte der chilenische Artist Javier Barriga einer seiner vielen Rückenansichten. Das ist ein häufiges Motiv in seiner Arbeit-junge Frauen mit Zöpfen von hinten, gemalt. Wunderschön und detailreich.

Spear & Piet Rodriguez
Die Freunde Corentin Spear und Piet Rodriguez haben hier, für sich jeweils ganz typisch, zusammen gearbeitet. Beide Personen sind in ausschweifenden Bewegungen dargestellt, das Gesicht des einen ist nur von der Kapuze seines Hoodies umrissen, und der andere trägt ein Tuch vor dem Mund-beides ganz typisch, wie gesagt. Dazu ein schon in die Weite strahlendes Blau.

Soen Bravo
César de Fernando Bravo, aka Soen Bravo, ist ein spanischer Künstler, der sich dem Thema Wasser und Gefäße die Wasser enthalten können, und das Thema Gleichgewicht, widmet. Irgendwo im Internet habe ich dieses Zitat von ihm gelesen: „Es ist eine Metapher für das ständige Streben nach Balance.“

Juandres Vera
Juandres greift in seiner Malerei gern Motive aus den jeweiligen Orten auf. Hier ist es ein Kind, das ein Papierboot mit dem Bild von General San Martín, dem Befreier Argentiniens, Chiles und Perus, der 1850 in Boulogne-sur-Mer starb, gefaltet hat. Juandres Frau ist Argentinierin, daher hat die Familie einen persönlichen Bezug. Das Kind wird von einem Papagaientaucher begleitet, der in der Küstenregion vorkommt. Juandres ist bekannst für seine 3-D-Kunst.

Jade Rivera
Der peruanische Künstler Jade Rivera bezieht sich in seinem Mural von 2022 ebenfalls auf den bereits oben erwähnten „San Martín„. Da Rivera der Meinung ist, dass der Fortschritt nur sehr langsam voran geht, stellt er Martín als Kind dar und die Schnecke symbolisiert das Tempo. Der Mast des Bootes ist ein Schlüssel. Dieser steht für die Lösung der Probleme.

Sasha Korban
Sasha Korban ist ein Artist aus der Ukraine und er trägt einen Brauch, der in der Ukraine weit verbreitet ist, nach Boulogne-sur-Mer, wo er sich sehr wohl gefühlt haben soll. Er bringt Blumen und platziert sie mitten in die Stadt. Die Technik ist interessant, die er anwendet.
Ich kannte ihn bisher nur von einem Mural, dass er 2024 in Köln Ehrenfeld gemalt hat.

Nikodem
Ich erinnere mich gut, dass ich an diesem Tag, als ich die bisherigen Fotos gemacht habe, am 1.8.25, an dieser Stelle die Regenjacke anziehen musste. Das Wetter hatte sich umentschieden hat. Das war auch der Zeitpunkt als wir „satt“ waren, und uns entschlossen, vier Murals gucken wir noch an, und dann gehts die 4 Km mit dem Rad zurück zum Campingplatz. Anstrengende vier Kilometer, weil es nach Le Portel ganz schön bergauf geht. Aber vorher noch die Säulen von Nikodem, von denen auf dem Foto nur ein paar zu sehen sind.

Vier weitere Murals
Francisco Maturana
Aus dem Jahr 2023 stammt das „Stillleben mit Fischen“ des Chilenen Francisco Maturana. Ein sehr dichtes, dem Ort gut angepasstes und in der Umgebung sehr stimmiges Motiv, finde ich.

Akut
Ein junges Mädchen kämpft hier für eine saubere Umwelt und gegen die Verschmutzung der Meere. Akut, aka Falk Lehmann, war 2022 vor Ort und hat als deutliches Zeichen für die Meeresverschmutzung dem Papagaientaucher Dosenverschlüsse in den Schnabel gemalt.

Mélissa Follet
Die französische Künstlerin Mélissa Follet hat sich auf Grund ihrer Evolution mit Kampffischen beschäftigt, die sie auf dunkelblauen Hintergrund malt. Dieses dunkle Blau ist eine Hommage an die Stadt, die diese Farbe in ihrem Wappen trägt. Bei den Kampffischen, bei denen sich bis heute die zusammengebrachten männlichen Fische gegenseitig umbringen, kommt sie auf die Frage: „Schönheit, zu welchem Preis?“

Cosimo Cheone
Diese weiche Fassade stammt von dem italienischen Artist Cosimo Cheone aus dem Jahr 2022. Zwei Jahre später sollte er mit drei weiteren Wandbildern, ganz anderer Natur, wiederkommen. (siehe unten)

Helen Bur, Bertrand Civetta und Dimitri Taxis
Am kommenden Tag sind wir noch einmal in den Norden der Stadt gefahren. In dem Viertel, nördlich des Friedhofs, gibt es sehr viele Murals, die ich weitgehend schon beim letzten Besuch der Stadt fotografiert habe. Aber es ist einiges dazu gekommen.
Helen Bur
Auf der Rue du Camp de Droite befinden sich auf dem Stück drei Murals. Das erste stammt von Helen Bur, einer britischen Künstlerin, die ich sehr verehre. Aber was bedeutet der rote Kreis, den die Mutter um ihr Kind malt? Helen schreibt auf Instagram: „Verschiebung des Zentrums / Verschiebung des Egos / Verschiebung der Grenzen / derselbe Kreis“. Das Mural stammt aus dem Jahr 2023.

Bertrand Civetta
Der Artist stammt aus Boulogne-sur-Mer und ist, meines Wissens nach, der einzige ortsansässige Künstler, der beim Festival dabei ist. Es schreibt zu diesem Tanz mit dem Tod auf Instagram: „Für mich erinnert uns dieser Tanz daran, dass wir unsere Sterblichkeit annehmen, weil sie uns das Leben umso mehr lieben lässt.“

Dimitri Taxis
Der aus Polen stammende und in Griechenland lebende Artist hat 2022 versucht die Schönheit und die Ruhe, die in der Natur liegt, an die Wand zu bringen. Seine Freundin schält hier, bei einem Spaziergang im Wald, eine Orange und ist tief in ihr Tun versunken. Die Arbeit mit Licht und Schatten wird inspiriert vom Licht das in Boulogne zu finden ist.

Alles in einem Hof
In einem Hof, der durch ein geöffnetes Tor frei zugänglich ist, befinden sich drei Murals. Die Artists Ciclope und Céline Caux & Oriane Gosset bedienen sich floraler Motive.
Patta hingegen, beschäftigt sich mit der Schönheit der Frau und ist von Botticellis Venus inspiriert. Die Tracht der Frau und ihr Schmuck deuten auf die Stadt Boulogne-sur-Mer hin. Er habe das Konterfei seiner Frau leicht verändert und die Augen weggelassen, damit sich jeder mit ihr identifizieren könne, erklärt Patta.



Rue Laennec
Auf dieser Straße, die zweimal ums Eck geht, befinden sich einige Murals, z.T. schon im vorherigen Blogbeitrag gezeigt. Für mich sind diese neu: Ich starte mit Borondo
Borondo
Der Künstler war schon 2020 im Ort und hat dieses phantastische Gitter auf die Treppen gemalt. Hier hat er 2023 ein antikes Diptychon kreiert: rechts eine kopflose Statue, links deren Kopf, der von Händen gehalten wird.



Bache
Auf der Kopfseite der Straße begegnet einem das Mural von Bache, bei dem er die ältere Dame kennengelernt hat, wie bereits oben beschrieben. Das war übrigens der erste Besuch des mexikanischen Künstlers, aka Carlos Edgar Salinas in Europa. Der Titel hier: „Noce naturelle“, übersetzt: „Natürliche Hochzeit“. Es geht um die Beziehung zwischen Mensch und Natur.

Wuper_kec
Der serbische Artist Wuper Kec setzt sich 2024 mit dem Boxsport auseinander.

Artez
Ein weiterer serbischer Künstler ist Artez, den ich erstmalig in Deventer gesehen habe. Er folgt hier einer Reihe, wie auch sein Mural in Wuppertal, das sich mit dem Thema „Einfache Akrobaten“ auseinandersetzt. Dazu stellt er Menschen in unerwarteten Positionen dar. Interessant ist, dass sich Artez mit seinem Farbspektrum an die Umgebung anpasst. Er möchte so die Akzeptanz in der Nachbarschaft erhöhen.

Rue du Chemin Vert
Auf dem unteren Ende der Straße sind einige Murals, die ich im letzten Blog über Boulogne schon beleuchet habe. Jetzt kommen noch vier weitere dazu.
Magma
Margot Mégier, aka Magma, ist eine junge französische Künstlerin. Der Titel ihres Murals lautet: „Auf die Straße schauen, ohne nach unten zu schauen“ und stammt aus dem Jahr 2022.

Cosimo Cheone
Cosimo ließ sich von der antiken Bildhauerei inspirieren und nutzt seine Fähigkeiten der dreidimensionalen Darstellung ein weiteres Mal im Ort. Die Murals entstanden 2024 und liegen knappe 30 Meter auseinander.



Iota
In den letzten Jahren wurde ich ein großer Fan der belgischen Künstlerin Iota. 2024 malte sie auf zwei Hauswänden ein Bild, das nicht leicht zu fotografieren ist. Zum Motiv sagt sie: „Als ich erfuhr, dass sich die Wand direkt gegenüber einer Kindertagesstätte befindet, wurde mir sofort bewusst, wie wichtig ein Nest ist, ein familiärer Kokon, der die Wärme spendet, die man als Kind braucht.“ Aus diesem Grund habe sie eine Art Eishöhle gemalt, in deren Mitte ein wärmendes Feuer brennt.

Jarus
Emmanuel Jarus, ist ein kanadischer Künstler, der bereits 2016 ein Mural in Boulogne-sur-Mer gemalt hat. 2022 kehrte er zurück und malte ganz nah am Meer, auf dem Boulevard Sainte-Beuve, diese nachdenklich wirkende wunderschöne Frau.

Titel: Patta (Detail) 50°43’53.928″ N 1°36’5.958″ E
Karten sind hier und hier zu finden.
Campingplatz: Camping-Car Platz in 16 Rue des Champs, 62480 Le Portel, Frankreich (in der Nähe liegt ein fischverarbeitender Betrieb, der uns die Fenster und Türen schön geschlossen halten ließ)
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