Köln Mülheim

Cityleaks

Das Cityleaks Festival findet seit 2011 alle zwei Jahre in Köln stattfindet. Am Anfang konzentrierte sich das Festival auf Köln-Ehrenfeld, und hat sich im Laufe der Zeit auch auf andere Stadtteile ausgedehnt. Es werden bis zu 20 Künstlerinnen und Künstler aus dem In-und Ausland eingeladen um am Festival mitzuwirken. Dahinter steht der Kunstverein artrmx e.V.. Mittlerweile widmet sich das Festival nicht mehr ausschließlich der Street Art, sondern hat sich dem Thema Stadtentwicklung geöffnet. Hierzu wurden im vergangenen Jahr, 2019, die Lichtstraße und die Hüttenstraße mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und Aktionen bespielt.

Cityleaks bieten sehr interessante Street Art Führungen durch die verschiedenen Viertel von Köln an, die ich sehr empfehlen kann.

Einen großen Teil der Murals in Köln haben wir dem Cityleaks Festival zu verdanken.

Ammar Abo Bakr

2015 schuf Ammar Abo Bakr, der 1980 in Ägypten geboren wurde, und der während der Revolte in seinem Land bekannt wurde, zwei Murals in Köln. Cityleaks hatte ihn eingeladen und die Mauer am Kulturbunker in Mülheim entstand während eines Workshops, bei dem ich ein wenig zusehen konnte.

In den Jahren 2015 und 2017 kamen, initiiert durch Cityleaks, ein paar weitere Murals hinzu. Die drei abstrakten Arbeiten von Elian Chali, Alex Brewer aka Hense und Julian Manzelli aka Chu Doma liegen direkt nebeneinander und bilden eine Art Triptychon.

Das Mural von Axel Void, der 1986 in den USA geboren wurde und in Spanien aufwuchs, führte in Köln zu Diskussionen. In direkter Nachbarschaft befindet sich ein Seniorenzentrum, und es gab Stimmen, die diesen Platz als Ort für dieses Motiv, das einen Suizid darstellt, als nicht geeignet ansahen. Die Frage „Was darf Kunst im öffentlichen Raum?“ wurde in diesem Zusammenhang aufgeworfen. https://www.ksta.de/koeln/muelheim/empoerung-ueber-suizid-streetart-sote-22696024

Mensch mit Plastiktüte über dem Kopf

Kulturbunker

Im Kulturbunker in der Berliner Str. 20, finden seit mehreren Jahren Ausstellungen lokaler und überregionaler Street Artists statt. Die Ausstellungen strassengold, stadtgold und adventsgold präsentierten u.a. folgende Künstlerinnen und Künstler und verstehen sich als eine Art Bestandaufnahme. Dazu gehören PlanetSelfie, ADULTREMIX, Cuts and Pieces, Ghostcat, seiLeise, Ja!Da!, Joiny, Likestyler, Hero Art, xxxhibition, Cinderella Bones, Mesor, ROPE, Sweetsnini, MEOW, Hellothemushroom, Tuk, Herr Eifel, wicked Waldi, tbc u.a.

Ausserhalb des Kulturbunkers geht´s weiter. Paste-ups von Marshal Arts, seiLeise und Ja!Da! und eine Menge Sticker von Dr. Fuchs, Opus5090, Hero, Ja!Da!, LikeStyler, Smilecat, Meow, Maid in Cologne, Sweetsnini, Rope, so.schön.immer.wieder, ZooN, Cuts and Pieces, Stickermaid_Berlin, Pdot, PlanetSelfie, der Nohatefamily u.v.a.m.

NoHateFamily

Im Herbst hockten acht Kölner Street Artists zusammen und hatten eine großartige Idee. Sie riefen das Projekt der #nohatefamily ins Leben. Es ging darum ein Zeichen zu setzen, gegen Hass, für Liebe und Toleranz. Über Instagram u.a. Soziale Netzwerke verbreitete sich das Projekt viral und im Februar 2020 beteiligten sich schon 1400 Kunstschaffende, mittlerweile weltweit, daran. Die NoHateFamily verbreitet sich über Sticker und es entstehen an vielen Orten sogenannte Wall of Loves, u.a. in Paris.

Mülheimer Brücke

Der Brückenkopf und der Bereich um die Mülheimer Brücke war ein weiterer Hotspot für Street Art in Köln. Leider wird die Brücke nun saniert und was für die Brücke gut ist, ist es für die Kunst leider nicht. Fast alle dieser Arbeiten sind mittlerweile nicht mehr da oder nicht mehr zu sehen.

Wer das ehemalige Carlswerk-Gelände umrundet, findet noch ein paar kleine Schätze, u.a. schon kaum noch sichtbare Reverse-Graffiti von seiLeise.

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3 thoughts on “Köln Mülheim

  1. Toller Beitrag. Muss mal wieder nach Köln.

    • Heike Larisch schreibt:

      Danke dir. Habe deine Anregung mit der Karte übernommen. Könntest du damit jetzt was anfangen?

      • Ah, mit dieser Karte geht die Einbindung in meine App perfekt. Super gemacht. Habe gerade in deinem Paris-Beitrag geschaut, dort ist die Karte anders eingebunden. Den genauen Unterschied kenne ich aber auch nicht.
        Die Karte hier ist somit in meinem Verzeichnis, werde ich auf jeden Fall einmal ablaufen. Und vorher Bescheid geben, vielleicht können wir uns ja mal treffen. Wollte dich sowieso mal nach deinen Bucherfahrungen befragen…..
        Die allerliebsten Grüße und bleib gesund in diesen schwierigen Zeiten.
        Jörg

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