Köln- Paste-ups

Mer sin Kölle

Das Lebensgefühl in Köln spiegelt sich in vielen Dingen wider, und ganz besonders in der Street Art. Da gibt es vieles, das bunt und facettenreich ist, das sarkastisch oder ironisch daher kommt, das provozieren möchte, oder amüsieren, das polarisiert, frauenbewegt und kritisch ist, das immer bewegt und immer den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Wall of Love an der Stapelbar

Die No Hate Family, oder auch #levveunlevvelosse ist ein Projekt, das 2018 entstand, als Künstlerinnen und Künstlern, die sich Planet_Selfie, Greentaxonomy, VCTRPLNT, Maidincologne, Adultremix, Cuts.and.pieces, Sweetsnini und 8arms2hug nennen, beisammen hockten. Ihr Ziel ist es seitdem, ein Netzwerk zu schaffen, das sich gegen Hass mit den daraus resultierenden Problemen für die Menschen in der globalen Welt richtet. Der No Hate Family haben sich bislang über 1500 Artists weltweit angeschlossen. Alle diese Menschen haben ihre eigenen Sticker gestaltet. Diese Sticker tragen die Aufschrift „To live an let live-Street Art against hate“ und dies in vielen unterschiedlichen Sprachen.

Wände, an denen große Mengen dieser Sticker prangen, nennen sich „Wall of Love“. Es gibt sie in diversen deutschen Städten, aber auch in anderen europäischen Ländern, in Amerika und Asien. Die Wall in Paris habe ich im Januar 2020 fotografiert. Im Oktober diesen Jahres ist das erste Foto-Buch der No Hate Family erschienen, das auch mein Paris-Foto enthält. Schaut mal auf Instagram vorbei.

Paste-ups, Paste-ups, Paste-ups

Ob auf der Heliosstraße, im Belgischen Viertel oder in Bahnunterführungen, überall finden sich Paste-ups. Die Künstlerinnen und Künstler leben häufig in Köln, aber auch von woanders schaffen es diese interessanten Arbeiten in die Stadt am Rhein. Die Namen lesen sich wie das „Who´s Who“ der Paste-up Szene. Leute wie seiLeise, Oni, Hero, Cuts and peaces, Joiny und Ja!Da!, Maid in Cologne, Ari und Meow sind die schillernden Namen, um nur einige zu nennen.

Urban Hacking

Es wird nicht nur Papier an die Wände gebracht. Sweetsnini, wer Glück hat findet einen ihrer Schlüsselanhänger, Adultremix und einige andere, kleben Kacheln oder andere Dinge an die Wände. Nicht zu vergessen, die wunderbaren Arbeiten von 8arms2hug und Tinkerstrumpf.

Covid-19

Das Eindringen des Virus in unseren Alltag produziert in diesen Zeiten nicht nur unendliche Nachrichten, Verhaltensmaßnahmen, Einschränkungen, Sorgen und Nöte und sehr leidvolles Schicksal, sondern wird natürlich auf der Straße in der Street Art sehr schnell thematisiert.

Seenotrettung

Viele Themen, wie auch das Kapitel „Flucht/Vertreibung/Not“ findet auf der Straße einen Widerhall. Nicht nur NaughtyNaughty macht auf die Katastrophe der Flüchtenden über das Mittelmeer und andere Meere und die notwendige Seenotrettung aufmerksam. Da gibt es Bilder, die niemals aus unseren Köpfen verschwinden werden.

Hotspot

Einer der Hotspot in Köln ist auf der Brüsseler Straße zu finden.

Frisiersalon
Dieser Friseur im Belgischen Viertel ist stets einen Besuch wert.

Stencil, Graffiti, Malerei und Tags

Die Kunst im öffentlichen Raum ist vielfältig. Interessante Stencils von Van Ray oder xxxhibition, Grapheme von Stohead oder auch die kleinen Nachrichten die Pez und Zosen hinterlassen haben als sie in Köln waren um den Ehrenfelder Bahndamm mit zu gestalten. Häufig sind solche Arbeiten an Kinderspielplätzen zu finden oder die Graffiti auf dem ehemaligen Heliosgelände.

Murals, Murals, Murals

Um die Galerie der Murals in Köln zu erweitern, sollen auch hier wieder einige davon auftauchen. Manche dieser Arbeiten entstanden, wie so oft in Köln, dankenswerterweise im Rahmen des Cityleak-Festival. ZEDZ konnte ich noch bei seinen letzten Pinselstrichen beobachten.

Innerfields

Im Rahmen des Cityleaks Urban Art Festivals entstand 2019 in Kalk das Projekt „Walls of Vision“, an dem im Vorfeld auch Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Als wir dort auftauchten, um den Herren zuzusehen, genossen die aber schon ihr Feierabendbier in schwindelerregender Höhe in der Abendsonne. Das Bild „Der Wanderer“ findet Anlehnung bei Caspar David Friedrich, der die Figur Anfang des 19. Jahrhunderts gemalt hat.

Geotags

Aus Rücksicht auf die Künstlerinnen und Künstler und deren Paste-ups, die häufig geklaut oder entfernt werden, verzichte ich in diesem Beitrag bewusst auf die entsprechenden Geo-Koordinaten. Macht euch selbst auf die Suche! Im Belgischen Viertel und in Ehrenfeld werdet ihr sicher fündig. Wo die Murals zu finden sind, kann hier nachgesehen werden:

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Titel: Paste-up von Stickerzworldwide

1 thought on “Köln- Paste-ups

  1. abeth schreibt:

    Muss feststellen, Koeln ist ganz schoen bunt,
    gefaellt mir.

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